Medizinischer Haftungsausschluss
Diese Informationen sind für Bildungszwecke bestimmt und ersetzen keine ärztliche Beratung. Konsultieren Sie einen qualifizierten Gesundheitsfachmann, bevor Sie neue Supplemente oder Interventionen beginnen. Die Angaben basieren auf aktuellem Forschungsstand, sind aber nicht garantiert vollständig oder fehlerfrei.
Wirkungsweise
Vitamin D wird in der Haut durch UVB-Bestrahlung synthetisiert oder oral aufgenommen. Nach hepatischer 25-Hydroxylierung entsteht die Speicherform 25(OH)D. In der Niere wird das aktive Hormon 1,25(OH)2D3 synthetisiert, das an den Vitamin-D-Rezeptor bindet und als Transkriptionsfaktor fungiert. Dies reguliert die Expression von über 200 Genen, einschließlich Gene für Calciumtransport, Immunzellentwicklung (IL-10, TLR, Cathelicidin) und Zellproliferation.
Schlüsselergebnisse
1
25(OH)D Spiegel unter 20 ng/ml in 50%+ der europäischen Bevölkerung
2
Immun- und Knochengesundheit optimal bei 30-50 ng/ml (75-125 nmol/L)
3
Reduziert Infektionsrisiko um ~12% bei ausreichender Supplementierung in Meta-Analysen
4
Unterstützt Calciumabsorption im Dünndarm und Knochendichte (bis zu -3% Verlust ohne Vit D)
5
Gesamtmortalität um 6-23% reduziert bei ausreichendem Status in Kohortenstudien
Dosierung & Einnahme
1000-4000 IU/Tag (bei diagnostiziertem Mangel <20 ng/ml bis 10.000 IU/Tag für 8-12 Wochen)
Risiken & Nebenwirkungen
Hypervitaminose D bei >4000 IU/Tag langfristig (sehr selten, meist >10.000 IU/Tag nötig)
Hyperkalzämie möglich bei sehr hohen Dosen mit unzureichender Flüssigkeitszufuhr
Selten: Nierensteine bei Prädisposition oder sehr hohen Dosen (>50.000 IU/Tag)
Drug-Interactions mit Glucocorticoiden und einigen Antikonvulsiva
Studien & Quellen
[1]
Metaanalyse: Vitamin D und Infektionsresistenz, lancet.com
[2]
VITAL-Studie: 25.871 Teilnehmer, moderate Effekte auf Mortalität
[3]
Endocrine Society Clinical Practice Guideline 2011: Vitamin D für Knochengesundheit
[4]
Kohortenstudien (n=10+): 25(OH)D Spiegel und Gesamtmortalität
Forschungsstatus
Baseline 25(OH)D-Test empfohlen, dann individualisierte Supplementierung