Medizinischer Haftungsausschluss
Diese Informationen sind für Bildungszwecke bestimmt und ersetzen keine ärztliche Beratung. Konsultieren Sie einen qualifizierten Gesundheitsfachmann, bevor Sie neue Supplemente oder Interventionen beginnen. Die Angaben basieren auf aktuellem Forschungsstand, sind aber nicht garantiert vollständig oder fehlerfrei.
Wirkungsweise
Rapamycin (Sirolimus) ist ein makrozyklisches Lacton, das mTOR Komplex 1 (mTORC1) hemmt, indem es über FKBP12-Komplexe direkt an mTOR bindet. mTORC1 ist ein zentraler Nährstoff-Sensor, der Proteinsynthese, Lipidogenese und Autophagie reguliert. Die Hemmung von mTORC1 reduziert Proteinsynthese (potenziell schädlich), aber aktiviert gleichzeitig Autophagie und FOXO3-Signale, was zu verbesserter Zellclearance und Stressresistenz führt. Chronische low-dose Rapamycin scheint die Vorteile zu maximieren und Nebenwirkungen zu minimieren.
Schlüsselergebnisse
1
Tierstudien (NIA ITP): +20% Libensspanne bei Mäusen mit mittlerem Alter-Start
2
Seneszente Zellen werden reduziert durch Autophagie-Aktivierung
3
Autophagie wird aktiviert (zelluläre Selbstreinigung), besonders in Muskeln
4
Humandaten sind sehr begrenzt (< 10 kleine Studien), meist Organ-Transplantation
5
mTORC1-Hemmung kann Mitochondrien-Funktion verbessern
Dosierung & Einnahme
5-10mg/Week (in Longevity-Protokollen sehr niedrig dosiert, pulsierend)
Risiken & Nebenwirkungen
Immunsuppression (erhöhtes Infektionsrisiko um 20-30% in Transplantation-Daten)
Metabolische Nebenwirkungen möglich: Hyperglykämie, Insulin-Resistenz
Langzeitfolgen in Menschen unklar, kein Sicherheitsprofil in Longevity-Dosierung
Verschreibungspflichtig, off-label-Nutzung legal und ethisch fragwürdig
Muskelatrophie möglich durch reduzierte Proteinsynthese
Studien & Quellen
[1]
NIA Interventions Testing Program: Rapamycin und Lifespan in Mäusen
[2]
Tierstudien: Rapamycin und Autophagie-Aktivierung
[3]
Transplantation-Daten: Immunsuppression und Infektionsrisiko
[4]
Speculative Mechanismus-Literatur: mTORC1 und Aging
Forschungsstatus
Sehr experimentell, ärztliche Zusammenarbeit essentiell