Fourier N1
🇨🇳Forschung

Fourier N1

F
Fourier · China · N1

Open-Source-Humanoid

Erster vollständig quelloffener Humanoid: 1,3 m, 23 DoF, wechselbarer Akku – komplette Stückliste, Baupläne und Steuerungssoftware offen verfügbar.

Open Source (Konfiguration variiert)
Verfügbar

Technische Daten

Abmessungen

Größe130 cm
Gewicht38 kg
Freiheitsgrade23 DoF
Geschwindigkeit12.6 km/h

Sensorik

LiDARNein
IMUJa
Kraft-Moment-SensorNein
MikrofoneNein
Touch-SensorenNein

KI & Software

Cloud-ConnectedNein
OTA-UpdatesNein
SDK verfügbarJa
ROS-kompatibelJa

Batterie

Laufzeit2 Std.
WechselbarJa

Beschreibung

Der Fourier N1 ist ein Meilenstein der offenen Robotik: Fourier veröffentlichte ihn als ersten vollständig quelloffenen Humanoiden, inklusive kompletter Stückliste, Konstruktionsplänen, Montageanleitung, Kern-Steuerungssystem und grundlegender Software. Damit verfolgt Fourier einen bewusst community-getriebenen Ansatz – ein Gegenmodell zu den geschlossenen Plattformen der meisten Wettbewerber. Mit 1,3 m Höhe und nur 38 kg ist der N1 ein kompakter, leichter Humanoid. Sein Rahmen kombiniert Aluminiumlegierung mit technischen Kunststoffen, was ihn robust und zugleich leicht macht. Über den Körper verteilt bringt der N1 23 Freiheitsgrade mit, angetrieben von Fouriers eigenen integrierten FSA-2.0-Aktuatoren mit einem Spitzendrehmoment von rund 96 Nm. Er erreicht bis zu 3,5 m/s, läuft dank wechselbarem Akku über zwei Stunden und ist damit für dynamische Bewegungsexperimente gut geeignet. Der eigentliche Wert des N1 liegt in seiner Offenheit. Forschende, Hochschulen und ambitionierte Entwickler können die Hardware nachbauen, anpassen und erweitern, ohne an Lizenzgebühren oder geschlossene Ökosysteme gebunden zu sein. Das senkt Einstiegshürden und macht den N1 zu einer attraktiven Lern- und Experimentierplattform – vergleichbar mit der Rolle, die offene Plattformen in anderen Technologiefeldern gespielt haben. Bei der Einordnung ist wichtig: Der N1 ist eine Entwickler- und Forschungsplattform, kein fertiger Haushalts- oder Arbeitsroboter. Einen festen Endpreis gibt es nicht – die Kosten hängen davon ab, ob man einen Bausatz nutzt oder Komponenten selbst beschafft. Support und Dokumentation richten sich an ein technisch versiertes Publikum. Für den deutschen Markt ist der N1 vor allem für Universitäten, Maker und Robotik-Communities interessant, die einen offenen, anpassbaren Humanoiden für Lehre, Forschung und eigene Weiterentwicklungen suchen.

Vor- & Nachteile

Vorteile

  • Vollständig quelloffen (Stückliste, Baupläne, Software)
  • Leicht und kompakt (1,3 m, 38 kg)
  • Wechselbarer Akku, bis 3,5 m/s
  • Eigene FSA-2.0-Aktuatoren, ~96 Nm Spitzendrehmoment

Nachteile

  • Reine Entwickler-/Forschungsplattform
  • Kein fester Endpreis (konfigurationsabhängig)
  • Dokumentation für technisch versiertes Publikum
  • Keine integrierte Haushalts-KI

Fazit

Der N1 ist ein wichtiger Schritt für die offene Robotik: Wer einen anpassbaren, nachbaubaren Humanoiden für Forschung und Lehre sucht, bekommt hier eine einzigartige Plattform. Für Endanwender ohne technisches Know-how ist er dagegen nichts.

Einsatzgebiete

Robotik-ForschungSTEM-LehreOpen-Source-EntwicklungPrototyping

Ideal für: Universitäten, Maker, Open-Source-Robotik-Communities

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