Klinische Studien deuten darauf hin, dass drei Pflanzenverbindungen die Gedächtnisleistung und kognitiven Funktionen verbessern können. Forscher haben grüne Haferflocken-Extrakte, Boswellia-Baumharz und Haritaki-Fruchtextrakt untersucht – mit vielversprechenden Ergebnissen für die Hirngesundheit im Alter.
Demenzerkrankungen betreffen in den USA bereits etwa 10 Prozent der über 65-Jährigen. Gleichzeitig zeigen wissenschaftliche Untersuchungen, dass natürliche Stoffe gezielt gegen Hirnabbau wirken können. Die bislang separaten klinischen Versuche liefern Hinweise, dass pflanzliche Neuroprotektoren (Stoffe, die Nervenzellen schützen) speziell das Kurz- und Langzeitgedächtnis sowie Lernfähigkeit unterstützen könnten.
Grüne Haferflocken-Extrakte zeigten in Tiermodellen eine beschleunigte Lernleistung und reduzierten Entzündungsmarker im Gehirn. Das Harz des Boswellia-Baums in Kombination mit dem Haritaki-Fruchtextrakt verbesserte in klinischen Tests messbar sowohl das Kurz- als auch das Langzeitgedächtnis gegenüber Placebos. Eine standardisierte grüne Haferflocken-Formulierung schnitt ebenfalls signifikant besser ab als die Kontrolgruppe.
Wissenschaftler vertreten die These, dass die gezielte Kombination dieser Inhaltsstoffe eine wirksame Strategie zur Optimierung der kognitiven Funktionen darstellen könnte. Dies könnte insbesondere für ältere Menschen relevant sein, da kognitiver Abbau mit zunehmendem Alter dokumentiert und Altersdemenz die stärkste Risikofaktor für Demenzerkrankungen ist. Etwa 22 Prozent der amerikanischen Senioren ab 65 Jahren zeigen bereits Zeichen milder kognitiver Beeinträchtigungen.