Nach Informationen des MIT Technology Review hat Montana ein neues Gesetz verabschiedet, das Patienten mit schweren Erkrankungen den Zugang zu experimentellen Treatments erleichtern soll – noch bevor diese klinische Studien durchlaufen haben. Der Fall des dreijährigen Brody DeVault illustriert die Dringlichkeit: Er leidet an einer seltenen genetischen Störung (Creatine-Transporter-Defizit), bei der das Gehirn nicht ausreichend Energie erhält. Ein französisches Biotech-Unternehmen entwickelt ein vielversprechendes nasales Spray, das Creatine direkt ins Gehirn transportieren könnte – aber klassische Zulassungswege würden Jahre dauern.
Das montana "Right to Try"-Gesetz adressiert ein zentrales Dilemma der modernen Medizin: Eltern wie Kris DeVault stehen vor der Wahl zwischen hoffnungslosem Warten und rechtlichen Graubereichen. Für die Longevity- und Biotech-Branche signalisiert dies einen Paradigmenwechsel – nicht nur in der Regulierung, sondern auch im gesellschaftlichen Verständnis von Innovation unter Druck. Die kritische Frage bleibt: Wie balanciert man Patientenschutz mit therapeutischem Zugang, wenn jeder Tag der frühen Gehirnentwicklung zählt?