Nach Informationen des MIT Technology Review hat Montana diese Woche ein System in Kraft gesetzt, das es Biotechunternehmen ermöglicht, experimentelle Medikamente direkt an Verbraucher zu verkaufen. Nach minimalen klinischen Tests (teilweise mit nur 10 Probanden) können Firmen für 12.500 Dollar eine Genehmigung beantragen und die Behandlung dann selbst preislich festlegen und über Kliniken vertreiben. Anders als in anderen US-Bundesstaaten mit ähnlichen Gesetzen beschränkt sich der Zugang nicht auf Terminalfälle – theoretisch darf jeder Erwachsene mit informierter Zustimmung teilnehmen.
Das Besondere: Diese Expansion wurde von der Longevity-Community getrieben, nicht von klassischen Patientenrechtsgruppen. Das schafft ein Spannungsfeld zwischen dem Anspruch rigoroser Überwachung und dem Risiko, dass erprobte Therapien großflächig vermarktet werden – ohne FDA-Kontrolle.