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Microsoft rüstet Azure mit AMD-Prozessoren für KI-Workloads auf

29. Juli 2026·Quelle: Microsoft AI Blog

Microsoft erweitert seine Cloud-Infrastruktur um AMDs neueste Prozessoren und Plattformen. Die neuen Azure-VM-Typen HDv2, HXv2 und ND MI455X v7 sollen Datenverarbeitung, Chipdesign und KI-Inferenz deutlich effizienter machen. Die Zusammenarbeit adressiert den rasant wachsenden Bedarf an spezialisierter Rechenleistung für künstliche Intelligenz und agentengesteuerte Workloads.

Microsoft und AMD bauen ihre Partnerschaft weiter aus, um KI-Systeme skalierbarer zu machen. Die neuen Virtual Machines (VMs) kombinieren AMDs EPYC-Prozessoren mit maßgeschneiderter Hardware: HDv2 bietet fast 500 CPU-Kerne und 32 Terabyte lokalen Speicher für Datenverarbeitung und agentenbasierte Koordination. HXv2 zielt auf Chipdesigner ab, die KI-Hardware entwickeln. Die dritte VM-Klasse, ND MI455X v7, optimiert KI-Inferenz – also die Anwendungsphase trainierter Modelle.

Die Maßnahme unterstreicht einen branchenweiten Trend: Einzelne Prozessor-Architekekturen reichen für komplexe KI-Workloads nicht mehr aus. Stattdessen setzen Cloud-Provider auf ein heterogenes Portfolio aus verschiedenen Chip-Designs, um Kosten, Energieeffizienz und Performance zu maximieren. Microsoft nutzt neben AMDs Lösungen auch eigene Silizium-Chips wie Project Scarlett, um Kunden maximale Wahlfreiheit zu geben.

Die neuen HDv2-Systeme sind besonders interessant für agentengesteuerte KI-Systeme: Diese benötigen massive Datenmengen und koordinierte Workloads im Hintergrund – genau die Stärke hochperformanter CPU-Infrastruktur. Mit 4 Terabyte RAM und 400-Gigabit-Netzwerkverschlüsselung sollen diese VMs Engpässe bei der Datenverarbeitung eliminieren.

Unsere Einordnung

Die Partnerschaft zeigt, dass Cloud-Provider KI-Systeme nicht mehr mit universellen Standardchips betreiben können – spezialisierte Hardware wird zum Wettbewerbsfaktor. Für Unternehmen, die agentengesteuerte KI-Systeme im großen Maßstab betreiben wollen, könnte dies zu besseren Preisen und Effizienz führen; gleichzeitig wächst die Abhängigkeit von einzelnen Chip-Herstellern.

Schlüsselfakten

  • Microsoft führt drei neue Azure-VM-Typen mit AMDs EPYC-Prozessoren ein: HDv2, HXv2 und ND MI455X v7
  • HDv2-VMs bieten fast 500 CPU-Kerne, 4 TB RAM und 32 TB NVMe-Speicher für agentengesteuerte Workloads
  • HXv2-VMs nutzen AMDs 3D V-Cache-Technologie für elektronisches Chipdesign und technische Simulation
  • Microsoft setzt auf heterogene Infrastruktur statt Mono-Architektur, um KI-Workloads effizienter zu skalieren

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