Microsoft erweitert seine Cloud-Infrastruktur um AMDs neueste Prozessoren und Plattformen. Die neuen Azure-VM-Typen HDv2, HXv2 und ND MI455X v7 sollen Datenverarbeitung, Chipdesign und KI-Inferenz deutlich effizienter machen. Die Zusammenarbeit adressiert den rasant wachsenden Bedarf an spezialisierter Rechenleistung für künstliche Intelligenz und agentengesteuerte Workloads.
Microsoft und AMD bauen ihre Partnerschaft weiter aus, um KI-Systeme skalierbarer zu machen. Die neuen Virtual Machines (VMs) kombinieren AMDs EPYC-Prozessoren mit maßgeschneiderter Hardware: HDv2 bietet fast 500 CPU-Kerne und 32 Terabyte lokalen Speicher für Datenverarbeitung und agentenbasierte Koordination. HXv2 zielt auf Chipdesigner ab, die KI-Hardware entwickeln. Die dritte VM-Klasse, ND MI455X v7, optimiert KI-Inferenz – also die Anwendungsphase trainierter Modelle.
Die Maßnahme unterstreicht einen branchenweiten Trend: Einzelne Prozessor-Architekekturen reichen für komplexe KI-Workloads nicht mehr aus. Stattdessen setzen Cloud-Provider auf ein heterogenes Portfolio aus verschiedenen Chip-Designs, um Kosten, Energieeffizienz und Performance zu maximieren. Microsoft nutzt neben AMDs Lösungen auch eigene Silizium-Chips wie Project Scarlett, um Kunden maximale Wahlfreiheit zu geben.
Die neuen HDv2-Systeme sind besonders interessant für agentengesteuerte KI-Systeme: Diese benötigen massive Datenmengen und koordinierte Workloads im Hintergrund – genau die Stärke hochperformanter CPU-Infrastruktur. Mit 4 Terabyte RAM und 400-Gigabit-Netzwerkverschlüsselung sollen diese VMs Engpässe bei der Datenverarbeitung eliminieren.