Nach Informationen von Netzpolitik.org untersuchen Unternehmen derzeit intensiv, wie sich Werbebotschaften in KI-gestützte Suchsysteme integrieren lassen – ähnlich wie Propagandafilme der 1920er-Jahre gezielt Bedeutungen durch Montage konstruierten. Der Artikel zieht eine historische Parallele: Während sowjetische Filmemacher den Kuleschow-Effekt nutzten, um durch geschickte Bildkombination emotionale Reaktionen auszulösen, verwenden moderne Konzerne heute subtile Techniken, um KI-Ausgaben zu beeinflussen.
Die Parallele offenbart ein zentrales Problem der gegenwärtigen KI-Infrastruktur: Wie Filmschnitt war auch die Anordnung von Informationen in generativen Systemen ein Werkzeug der Bedeutungsproduktion – nur eben digitalisiert. Das wirft unbequeme Fragen zur Transparenz und demokratischen Kontrolle auf, insbesondere bei Google, das als Quasi-Monopolist über Suchergebnisse entscheidet.