Nach Informationen von Netzpolitik.org tritt ab Sonntag die EU-KI-Verordnung mit neuen Kennzeichnungspflichten für synthetisch generierte Inhalte in Kraft. Labels, Wasserzeichen und transparente Hinweise sollen offenlegen, wenn Texte, Bilder oder Videos von KI stammen – etwa auch bei Chatbots im Kundensupport. Private Nutzer sind ausgenommen, berufliche Anwender und KI-Anbieter dagegen verpflichtet.
Das Regelwerk adressiert ein reales Problem: Vertrauen in digitale Medien zurückgewinnen. Allerdings zeigen sich schnell praktische Grenzen – etwa wenn im kreativen Produktionsprozess Mensch und Maschine so verschwimmen, dass klare Abgrenzungen unrealistisch werden. Für die KI-Industrie ein wichtiger Regulierungsschritt, für Nutzer aber potenziell eher eine Placebo-Lösung als echter Schutz vor Desinformation.