Nach Informationen von Netzpolitik.org kritisierte Journalistin Karen Hao auf der re:publica die europäische KI-Politik scharf. Sie warnt die EU davor, das Geschäftsmodell der USA und ihrer Tech-Giganten zu kopieren. Stattdessen plädiert Hao dafür, dass Europa sich von den "KI-Imperien" unabhängig macht und kleinere, spezialisierte Alternativen aufbaut. Als konkrete Probleme des derzeitigen Ansatzes benennt Hao den massiven Energie- und Ressourcenverbrauch, nicht-konsensuale Datennutzung und die Ausbeutung von Datenarbeiter:innen – alles getrieben durch das Prinzip "Scale At All Costs".
Haos Warnung trifft einen wunden Punkt der europäischen Technologiepolitik: Der Druck, mit den USA konkurrieren zu wollen, führt dazu, dass regulatorische Errungenschaften wie der Datenschutz erodieren. Für die KI-Branche bedeutet dies eine grundsätzliche Debatte über nachhaltige und ethische Geschäftsmodelle jenseits von Gigantismus.