Wie IEEE Spectrum berichtet, verliert Japan seine frühere Führungsposition in der Humanoid-Robotik an China. Beim Humanoids Summit in Tokio waren chinesische Systeme dreimal häufiger vertreten als japanische – ein Wendepunkt für das Land, das die Technologie vor 50 Jahren erfand. Während Japan damals Pioniere wie WABOT-1 schuf, fehlte es an praktischen Anwendungen und kommerzieller Umsetzung. China hingegen investiert massiv in Massenproduktion und kostengünstige KI-gestützte Humanoids wie Unitrees G1 (seit 2024 für 16.000 Dollar erhältlich), während Japans legendäres Honda Asimo 2022 stillgelegt wurde.
Die Analyse zeigt strukturelle Probleme: Japan verlor auch seine Führung in der Industrieroboter-Dichte (2024 Platz 5 statt 1), während China mittlerweile 54% aller weltweit installierten Roboter auf sich zieht. Experten wie Tetsuya Ogata von Wasedas AI Robot Association sehen Japans einzige Chance in einer Strategie-Neuausrichtung – weg von isolierten Unternehmens-Silos hin zu kollaborativen Daten-Ökosystemen, um im KI-Zeitalter konkurrenzfähig zu bleiben.