Nach zweijähriger Verzögerung hat die US-Raumfahrtagentur Darpa ihren Wartungsroboter MRV (Mission Robotic Vehicle) ins All geschickt. Das Gerät soll ab 2026 in etwa 36.000 Kilometern Höhe Satelliten in geosynchroner Umlaufbahn inspizieren, nachrüsten und reparieren – Aufgaben, die bislang unmöglich waren, da die meisten Satelliten keine standardisierten Wartungsschnittstellen haben. SpaceX brachte den Roboter mit einer Falcon-9-Rakete vom Cape Canaveral aus ins All; die Ankunft am Zielorbit dauert etwa ein Jahr.
Wartungsroboter startet zur Satellitenreparatur ins All
Unsere Einordnung
Das MRV ist ein Gamechanger für die Raumfahrt-Infrastruktur: Statt defekte Satelliten zu ersetzen, können sie nun in-situ repariert werden – das spart Kosten und reduziert Weltraummüll erheblich. Für die Robotik-Branche zeigt sich hier ein extrem anspruchsvolles Einsatzfeld: autonome Manipulation in der Mikrogravitation ohne menschliche Intervention. Allerdings bleibt zu beobachten, ob der Roboter die hohen technischen Anforderungen in der Praxis erfüllt.
Schlüsselfakten
- MRV startete am 21. Juli 2026 an Bord einer SpaceX Falcon-9-Rakete vom Cape Canaveral
- Roboter benötigt etwa ein Jahr, um seine geosynchrone Umlaufbahn in 36.000 km Höhe zu erreichen
- Mission war ursprünglich zwei Jahre früher geplant – jetzt mit Verzögerung gestartet
- Kann Satelliten inspizieren, upgraden, reparieren und repositionieren – auch ohne spezielle Wartungsschnittstellen