Laut MIT Technology Review hat Stewart Brand, eine Schlüsselfigur der Tech-Gegenkultur, ein neues Buch zur Bedeutung von Wartung und Reparatur veröffentlicht. Brand argumentiert, dass die Instandhaltung von Werkzeugen und Systemen – von Motorrädern bis zu Infrastruktur – eine radikale und unterbewertete Tätigkeit ist, der bislang zu wenig gesellschaftliche Anerkennung zuteilwurde.
Die Botschaft trifft auf akademisch bereits etabliertes Terrain: Seit Mitte der 2010er Jahre erforscht ein wachsendes Feld die Kultur der Instandhaltung und zeigt, wie Wartungsarbeit systematisch gegenüber "Innovation" abgewertet wird. Das ist hochrelevant für eine Tech-Branche, die zunehmend durch Reparatursperren und geplante Obsoleszenz charakterisiert ist.