Nach Informationen von Longevity.Technology hat Professorin Mari Dezawa eine natürlich vorkommende Subpopulation von Stammzellen identifiziert, die gezielt geschädigte Gewebe aufsuchen können. Diese sogenannten Multilineage-differentiating Stress-enduring (Muse)-Zellen machen nur 1–3 % einer Standard-Mesenchymal-Isolate aus und zeichnen sich dadurch aus, dass sie in der feindseligen Umgebung entzündeter oder verletzter Organe überleben – im Gegensatz zu konventionellen Stammzellen, die meist in der Lunge steckenbleiben oder vom Immunsystem abgebaut werden.
Das adressiert ein fundamentales Problem der Stammzelltherapie: Während die Branche zwei Jahrzehnte lang mit mittelmäßigen Erfolgen und hohen Kosten arbeitet, könnte ein präzisions-basierter, biologisch ‚homing'-fähiger Ansatz die Effektivität radikal verändern. Das ist nicht nur ein Effizienzgewinn, sondern könnte die Regenerativmedizin von einer Hoffnungsindustrie zu einer reproduzierbaren Behandlung transformieren.