Nach Informationen von Lifespan.io zeigt eine Studie der Universität Ostfinnland, dass eine 30-minütige Saunasession einen vorübergehenden Anstieg zirkulierender weißer Blutkörperchen auslöst. Die Forscher vermuten, dass dieser trainingsähnliche Effekt das Immunsystem stärkt und gesundheitliche Vorteile bietet. Die Studie maß bei 51 mittelalten Erwachsenen verschiedene Immunzelltypen und 37 Zytokine vor, direkt nach und 30 Minuten nach der Hitzeexposition. Dabei korrigierten die Wissenschaftler mathematisch für Plasmavolumenveränderungen durch Schwitzen.
Diese Erkenntnisse könnten ein wichtiges Stück des Puzzles beim Verständnis des Saunaeffekts sein: Große finnische Kohortenstudien zeigen konsistent, dass regelmäßiges Saunieren das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall und Demenz senkt – doch die biologischen Mechanismen waren bislang unklar. Eine aktivierte Immunabwehr durch Hitzeexposition könnte ein Schlüsselmechanismus sein und unterstreicht den präventiven Wert von Wärmebehandlungen.