Nach Informationen von Longevity.Technology argumentiert Tina Woods, CEO von Collider Health, dass die Longevity-Forschung bislang zu einseitig auf biologische Marker und Risikofaktoren fokussiert hat. Sie propagiert das Konzept der "Positive Psychosocial Exposome" – die Summe positiver sozialer, emotionaler und existenzieller Faktoren wie Zugehörigkeitsgefühl, Sinnhaftigkeit und Freude. Diese könnten biologisch ebenso relevant für Gesundheitsspanne und Langlebigkeit sein wie Schlaf oder Ernährung.
Das markiert eine Umkehr in der Longevity-Philosophie: Statt nur Krankheitsrisiken zu minimieren, geht es um aktive Kultivierung von Wohlbefinden im großen Maßstab. Das ist für die Branche hochrelevant, da es die Grenzen des reinen Biomarker-Optimierungsparadigmas aufzeigt und auf ein ganzheitlicheres, gesellschaftlich verankerteres Verständnis von Langlebigkeit hindeutet.