Wie Interesting Engineering berichtet, haben Forscher der Arizona State University unter Leitung von Eric Weissman neuartige luftbetriebene Kunstmuskeln entwickelt. Diese sogenannten HARP-Aktuatoren ermöglichen es Robotern, das Hundertfache ihres Eigengewichts zu heben – ohne schwere Motoren oder externe Stromversorgung. Die spiralförmigen Kunststoffmuskeln funktionieren nach biologischem Vorbild und benötigen nur minimalen Luftdruck zum Expandieren und Kontrahieren. Sie sind flexibel, leicht und nahezu lautlos, was Robotern ermöglicht, unabhängig in extremen Bedingungen wie kochendem Wasser oder Trümmern zu operieren und enge Räume zu durchqueren.
Für die Robotik ist diese Entwicklung bedeutsam, da sie eine Paradigmenwechsel vom motorgetriebenen zum biomimetischen Antrieb darstellt. HARP-Aktuatoren eröffnen völlig neue Anwendungsszenarien: von Katastrophenhilfe über Altenpflege bis zu Inspektionsmissionen an gefährlichen Orten. Die Technologie reduziert Komplexität und Gewicht, was mobilen Robotersystemen zugute kommt.