Nach Informationen von IEEE Spectrum konzentriert sich das Startup Persona AI auf eine ungewöhnliche Nische: Humanoid-Roboter für spezialisiertes Schweißen in Schiffswerften. Das Unternehmen, gegründet von NASA- und DARPA-Veteranen, argumentiert, dass die meisten Humanoid-Projekte zu breit denken. Statt allgemeiner Arbeit zielt Persona auf hochqualifizierte Fachkräfte ab – ein Markt mit echtem Fachkräftemangel. Mit Partnerschaften bei Hyundai und POSCO konzentriert sich Persona auf lineare Langschweißnähte, eine Aufgabe, die Roboter perfekt beherrschen können: wiederholbar, präzise, nicht zu schnell (1 cm/s), und es braucht hunderte Kilometer pro Schiff.
Das Konzept ist für die Robotik-Branche bemerkenswert, weil es einen wirtschaftlich realistischen Weg aufzeigt: statt in Konkurrenz mit billiger Arbeit zu treten, adressiert Persona ein echtes Engpass-Problem. Ein zweibeiniger Roboter ist hier auch sinnvoll – Schiffswerften erfordern Treppen, vertikale Strukturen und Durchgänge. Das ist ein pragmatischer Gegenpol zur Vision von universellen Haushalts-Robotern, die Jahr um Jahr versprochen werden.