Wie Heise Online berichtet, haben Forscher der Universität Basel einen nur 4,3 x 2,6 x 2,8 Zentimeter großen Dentalroboter entwickelt, der Zahnärzte bei der Kronenvorbereitung unterstützen soll. Der sogenannte Miniature Intraoral Robot (MIR) arbeitet mit zwei verschiedenen Bohrern: Zunächst trägt er mit einem breiten Bohrer Material von der Zahnoberfläche ab, danach bearbeitet er mit einem dünneren Bohrer die Zahnseiten. Die Steuerung befindet sich außerhalb des Mundes und ist über flexible Antriebswellen mit dem Roboter verbunden.
Das System könnte die Zahnmedizin erheblich optimieren: Durch genaue digitale Planung nach dem ersten Scan könnte die Zahnkrone sofort bestellt werden, statt erst nach einem zweiten Termin. Das reduziert potentiell mehrere Sitzungen auf eine – ein echter Komfortvorteil für Patienten. Derzeit testet das Team den Roboter noch an Zahnmodellen, nicht an Menschen. Der MIR zeigt, wie spezialisierte Robotik auch in handwerklich anspruchsvollen Bereichen wie der Zahnmedizin Präzision und Effizienz steigern kann.