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Miniatur-Dentalroboter MIR für präzisere Zahnbehandlungen

30. Juni 2026·Quelle: Heise Online Robotik

Wie Heise Online berichtet, haben Forscher der Universität Basel einen nur 4,3 x 2,6 x 2,8 Zentimeter großen Dentalroboter entwickelt, der Zahnärzte bei der Kronenvorbereitung unterstützen soll. Der sogenannte Miniature Intraoral Robot (MIR) arbeitet mit zwei verschiedenen Bohrern: Zunächst trägt er mit einem breiten Bohrer Material von der Zahnoberfläche ab, danach bearbeitet er mit einem dünneren Bohrer die Zahnseiten. Die Steuerung befindet sich außerhalb des Mundes und ist über flexible Antriebswellen mit dem Roboter verbunden.

Das System könnte die Zahnmedizin erheblich optimieren: Durch genaue digitale Planung nach dem ersten Scan könnte die Zahnkrone sofort bestellt werden, statt erst nach einem zweiten Termin. Das reduziert potentiell mehrere Sitzungen auf eine – ein echter Komfortvorteil für Patienten. Derzeit testet das Team den Roboter noch an Zahnmodellen, nicht an Menschen. Der MIR zeigt, wie spezialisierte Robotik auch in handwerklich anspruchsvollen Bereichen wie der Zahnmedizin Präzision und Effizienz steigern kann.

Unsere Einordnung

Der MIR ist ein spannendes Beispiel für spezialisierte Robotik in der Medizin – nicht Massenproduktion, sondern Präzisionsarbeit in engstem Raum. Der konkrete Use Case (Termineinsparung) macht das Projekt besonders relevant für die Praxis. Noch gibt es keine Angabe, wann klinische Tests starten oder wann der Roboter verfügbar sein könnte.

Schlüsselfakten

  • Miniatur-Dentalroboter MIR von der Universität Basel entwickelt
  • Roboter ist nur 4,3 x 2,6 x 2,8 cm groß und passt in den Mund
  • Soll Kronenbehandlungen von mehreren auf einen Termin reduzieren
  • Wird derzeit an Zahnmodellen getestet, nicht an Patienten

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