📢 Pressemitteilung

Lokaler Widerstand gegen Rechenzentrum-Boom wächst

23. April 2026·Quelle: Netzpolitik.org KI

Nach Netzpolitik.org formiert sich weltweit Widerstand gegen den massiven Ausbau von Rechenzentren für KI-Infrastruktur. Aktivist*innen berichten von dramatischen Folgen für Wasser- und Stromversorgung in betroffenen Regionen – etwa in der Schweiz, wo einzelne Rechenzentren drei Viertel des Stromverbrauchs ganzer Kantone benötigen, oder in Frankfurt, wo über 100 Rechenzentren bereits 40 Prozent der städtischen Stromkapazität aufbrauchen. Auf der Berliner Konferenz "Cables of Resistance" vernetzten sich Gegner*innen des KI-Hypes, um ihre Forderungen zu bündeln.

Unsere Einordnung

Der KI-Boom offenbart eine unbequeme Wahrheit: Massive digitale Infrastruktur braucht massive physische Ressourcen – und trägt echte Kosten für lokale Gemeinschaften. Während Tech-Konzerne und Politiker von KI-Revolution sprechen, droht eine stille Ressourcenkrise. Die wachsende Aktivist*innen-Bewegung signalisiert: Der Widerstand gegen unbegrenztes Growth-Denken wird konkreter und organisierter – ein wichtiger Gegenpol zu unkritischer Technologie-Euphorie.

Schlüsselfakten

  • Ein Rechenzentrum in Beringen (Schweiz) benötigt bis zu 75% des Stromverbrauchs des Kantons Schaffhausen
  • Frankfurts über 100 Rechenzentren verbrauchen 40% der städtischen Gesamtstromkapazität; bis 2030 kein weiterer Netzausbau möglich
  • Aktivist*innen berichten von Trinkwasser-Engpässen und fordern stärkere politische Regulierung des Rechenzentrum-Booms
  • Die "Cables of Resistance"-Konferenz in Berlin dient als Plattform zur internationalen Vernetzung von Widerstandsbewegungen

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