Forscher haben eine neue Technik entwickelt, um die inneren Prozesse großer Sprachmodelle sichtbar zu machen. Die sogenannte Jacobian-Linse (J-Lens) enthüllt, dass KI-Systeme wie Claude zwei unterschiedliche Wege nutzen, um Informationen zu verarbeiten: einen automatischen und einen bewussten Zugang. Ein Experiment mit Spanisch zeigt, dass man die verschiedenen Verarbeitungsrouten isolieren kann – und damit neue Fragen zur Natur von Intelligenz aufwirft.
Die Methode basiert auf der Idee des "Global Workspace" aus der Neurowissenschaft: ein mentaler Bereich, in dem Informationen für bewusste Verarbeitung verfügbar werden. Anthropic hat damit tiefere Einblicke in die "Gedanken" von Claude gewonnen, ohne dabei die unbeantwortete Frage nach echter KI-Bewusstsein zu klären.