Wie der MIT Technology Review berichtet, zeigt Stanfords jährlicher AI Index 2026 eine dramatische Diskrepanz zwischen Expertenmeinung und öffentlicher Wahrnehmung: Während 73% der US-amerikanischen KI-Forscher positiv auf die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf Arbeitsplätze blicken, teilen nur 23% der Bevölkerung diese Sicht – ein Unterschied von 50 Prozentpunkten. Der Report dokumentiert auch strukturelle Besonderheiten der KI-Industrie, etwa dass der taiwanesische Chipkonzern TSMC fast alle führenden KI-Chips fertigt.
Diese Kluft offenbart ein fundamentales Problem der KI-Debatte: Expertenerfahrung und alltägliche Wahrnehmung driften auseinander. Wer intensiv mit KI-Tools wie Coding-Assistenten arbeitet, entwickelt andere Einschätzungen als jemand, der KI primär durch spekulativ-dystopische Medienberichterstattung kennt. Das erklärt, warum die öffentliche Angst vor Jobverlust und wirtschaftlichem Umbruch nicht mit tatsächlichen Experteneinschätzungen korreliert.