📰 News

Exoskelett trainiert Astronauten für Weltraum-Handgriffe

8. Juni 2026·Quelle: Heise Online Robotik

Nach Informationen von Heise Online haben Forscher des DFKI und der Universität Duisburg-Essen ein Exoskelett entwickelt, das die Bedingungen der Mikrogravitation simuliert. Das System kompensiert das Gewicht des menschlichen Arms durch gezielte Kraftunterstützung und nutzt KI, um die Simulation individuell anzupassen. Damit können Astronauten auf der Erde komplexe Handgriffe trainieren, wie sie für Reparaturen und Experimente im All nötig sind.

Die Entwicklung adressiert ein reales Problem: Mikrogravitation beeinträchtigt nachweislich die menschliche Feinmotorik, was bei kritischen Aufgaben im Weltall zu Fehlern führt. Ein gut vorbereitetes Training auf der Erde reduziert Fehler, kognitive Belastung und damit Risiken bei Missionen. Das Projekt MIkroBEM zeigt, wie KI-gestützte Exoskelette nicht nur in der Industrie, sondern auch in extremen Einsatzszenarien praktisch werden.

Unsere Einordnung

Ein spannendes Beispiel, wie KI-gestützte Exoskelette über Industrie-Anwendungen hinaus in Nischen-Bereiche vordringen – hier mit echtem Mehrwert für extrem anspruchsvolle Szenarien. Die Mikrogravitations-Simulation zeigt die Reife der Technologie: Wenn Handgriffe für die ISS damit trainierbar werden, eröffnet das auch völlig neue Perspektiven für Rehabilitation und High-Performance-Training auf der Erde.

Schlüsselfakten

  • DFKI und Universität Duisburg-Essen entwickeln Exoskelett zur Simulation von Mikrogravitation
  • Projekt MIkroBEM nutzt KI für individuelle Kraftunterstützung des menschlichen Arms
  • System ermöglicht Training komplexer Reparatur- und Experimentiertechniken für Astronauten auf der Erde

Artikel teilen