📢 Pressemitteilung

Direkter Roboter-Kontakt verändert öffentliche Wahrnehmung

12. April 2026·Quelle: IEEE Spectrum Robotics

Das Robotics and AI Institute (RAI) hat in einem Popup-Lab im Sommer 2025 untersucht, wie Direkterfahrung mit Robotern die Einstellungen der Öffentlichkeit prägt. Etwa 1.000 Besucher konnten den Spot-Quadruped selbst steuern und anschließend an Umfragen teilnehmen. Die Studie zeigt: Haptische Erfahrung senkt Unbehagen deutlicher als Videos oder Bilder – besonders in Bereichen wie Häusern, Büros und Krankenhäusern, wo Skepsis am höchsten ist. Menschen, die das Gerät kontrollierten, sahen Roboter danach weniger als reine Arbeitsgeräte und mehr als potenzielle Begleiter an. Die Effekte waren konsistent über alle Altersgruppen, zeigten aber persistente Geschlechtsdifferenzen.

Unsere Einordnung

Das ist eine wichtige Erkenntnis für die Robotik-Branche: Passive Mediendarstellung ist ein schwaches Werkzeug für Akzeptanzaufbau. Hands-on-Erfahrung wirkt fundamentaler – sie verschiebt nicht nur Kontextverständnis, sondern auch die mentale Kategorie, in die Menschen Roboter einordnen. Für die Markteinführung bedeutet das: Hersteller sollten in Experience-Center und Community-Engagements investieren, nicht primär in PR-Kampagnen.

Schlüsselfakten

  • 1.000 von 10.000 Besuchern steuerten den Spot-Roboter selbst und beantworteten Vorher-Nachher-Umfragen
  • Komfortniveaus stiegen in allen 5 Einsatzszenarien, stärkste Gewinne bei Katastropheneinsatz und häuslicher Nutzung
  • Nach direktem Kontakt stieg die Wahrnehmung von Robotern als Spielgefährten/Begleiter von 7,5% auf 19,4%
  • Effekt war altersübergreifend ähnlich, beseitigte aber nicht grundsätzliche Geschlechterdisparitäten in der Baseline-Komforts