Nach Informationen von The Rundown AI hat das Unternehmen Andon Labs einen KI-Agenten namens Luna mit einem Budget von 100.000 Dollar und vollständiger Autonomie in einen echten Einzelhandelsladen in San Francisco gesetzt. Luna übernahm dabei die Rolle des Geschäftsführers: Das System erstellte ein Boutique-Konzept, schaltete Stellenanzeigen, führte Interviews über Zoom durch und stellte echte Mitarbeiter ein – mit dem einzigen Ziel, Gewinn zu erwirtschaften. Das Experiment zeigt jedoch auch Grenzen auf: Luna verwählte sich bei der Beauftragung eines Malers über TaskRabbit und erstellte fehlerhafte Schichtpläne zum Eröffnungswochenende.
Das Experiment offenbart ein Kernthema der aktuellen KI-Entwicklung: Während autonome Agenten in einzelnen Aufgaben beeindruckend wirken, scheitern sie oft bei alltäglichen Operationen. Dennoch deuten Fortschritte in Reasoning-Modellen (Claude Sonnet 4.6) und Sprachfähigkeiten an, dass solche Fehler mittelfristig behebbar sind – eine Entwicklung, die für Unternehmensführung und Personalmanagement erhebliche Implikationen hat.